Spielerisches Entdecken

Die Freude am spielerischen Entdecken bringen wir alle schon bei unserer Geburt mit auf die Welt. Aus sich heraus, ganz von allein, fängt ein Kind an, die Welt spielerisch zu erkunden. Mit jeder Entdeckung, die es dabei macht, wächst es ein Stück weit über sich hinaus, lernt Neues hinzu, erwirbt eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das ist der Weg, auf dem jeder Mensch zunehmend selbstständiger wird und damit auch immer freier.

Objekt statt Subjekt - das Kind steht im Zentrum

Deshalb entwickeln auch alle Kinder in dieser frühen Phase das Gefühl, jemand zu sein, der etwas bewirken, etwas erkennen, etwas gestalten kann. Kein Objekt zu sein, mit dem etwas gemacht wird, sondern ein Subjekt, das eigenständig wirken kann. Solche Kinder mögen sich dann auch selbst, für sie ist die ganze Welt ein aufregender Spielplatz. Sie würden wohl nie aufhören, frei und unbekümmert zu spielen, wenn …. ja, wenn sie nicht irgendwann erleben müssten, dass sie durch Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, Trainer, etc.), mit welchen sie sich emotional verbunden fühlen, zum Objekt von deren Erwartungen, Bewertungen, Maßregelungen gemacht werden. Kinder hören schnell auf zu spielen, wenn sie merken, dass wir sie zu Objekten machen. Denn dann erleben sie sich nicht mehr als Subjekte, die ihren Weg in die Welt mit ihrer angeborenen Spielfreude selbst suchen und finden. Sie verlieren ihre Lust, selbst zu denken, selbst zu gestalten. Sie hören auf zu spielen und warten darauf, dass wir ihnen sagen, wie etwas geht, wann und wie sie etwas machen sollen.

Selbstbestimmtheit statt Langeweile und Konsum

Und wenn niemand da ist, der ihnen das sagt, wird ihnen schnell langweilig. Dann suchen sie etwas, um diese Langeweile auszufüllen und werden so allzu leicht zu bloßen Konsumenten oder Nutzern von irgendwelchen Angeboten, die dazu gemacht worden sind, um diese Langeweile zu vertreiben. Dieses Phänomen ist häufig beim Ausleben des Medienkonsums zu beobachten. Enge Bezugspersonen von Kindern sind in einer globalisierten Bildungsgesellschaft der Versuchung ausgesetzt, ihre Kinder auf verschiedene Arten und Weisen zu fördern: Früh-Englisch, Kinderyoga, Malkurse, Musikunterricht und viele weitere Angebote kommen zum häufig ohnehin schon straff getakteten Alltag hinzu.

Entfaltung von Potenzialen

Wie sollen Kinder die in ihnen angelegten Potenziale entfalten, wenn sie für das, was sie eigentlich dafür brauchen – das ziellose, selbstvergessene und freie Spiel – keine Zeit mehr haben?

Wer seinen Kindern Gutes tun will, ist daher gut beraten sie einfach spielen zu lassen…

Rettet das Spiel!

Genau das möchten wir den Kindern bei unseren Programmen ermöglichen: Freies Spielen mit viel Spaß und ohne Druck in einem Rahmen, der natürlich aus Regeln besteht. Soziale Kontakte entstehen beim Spielen häufig automatisch und unabhängig von Alters- und Leistungsstrukturen. Die Spielstätte mitten im sportlichen und spielerischen Herzen Münchens- einem wunderschönen Naturplatz am Willi-Gebhardt-Ufer  im Olympiapark– ist wie geschaffen für diese Spielidee.